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Der LCC-Wien ist Österreichs erfolgreichster Laufverein mit zahlreichen Spitzen- und Hobbysportlern und einer ganz starken Nachwuchsgruppe. Der Verein ist auch Ausrichter zahlreicher LCC-Läufe, wo neben vielen klassischen Praterläufen auch der alljährliche Silvesterlauf auf der Wiener Ringstraße zählt. Bisher hat der LCC-Wien über 500 (!) Veranstaltungen organisiert, wo insgesamt mehr als 250.000 Läufer teilgenommen haben. Das Vereinslokal (LCC-Zentrum) ist im E. Happel Stadion (Sektor C/D). Die dortige Infrastruktur mit Garderoben/Duschen kann von allen Läufern - auch ohne Vereinsmitgliedschaft - als optimaler Ausgangspunkt für das Training genutzt werden.


Unser Team bei den Veranstaltungen

Läufer organisieren für Läufer/-innen, so stehen eine ganze Reihe ehemaliger Wettkampfläufer für Sie im Einsatz. und das gesamte engagierte Team des LCC Wien kümmert sich um eine erfolgreiche Abwicklung der Veranstaltungen

Zeitnehmung und Auswertung durch http://www.pentek-timing.at/

Lauftreff
Michi Denk ( Bestzeit Marathon 2.39) Mag.Maria Hermann (erfolgreiche Ultra-Langstreckenläuferin)

Der LCC-Wien: ein Verein mit Tradition!

Die Geschichte des LCC (Lauf- und ConditionsClub Wien) ist untrennbar mit der unvergessenen Lauflegende Adolf "Dolfi" Gruber verbunden. 1977 aus der Taufe gehoben, konnte der Verein in der bisherigen Zeitspanne seines Bestehens unzähligen Laufenthusiasten Freude an der Bewegung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit vermitteln - im aktiven leistungssportlichen Bereich stehen mittlerweile zahlreiche Staatsmeistertitel sowie eine ganze Reihe von Achtungserfolgen auf höchster Ebene (Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften) zu Buche.


Adolf Gruber wird 1920 als eines von sieben Kindern in Wien-Stammersdorf geboren. Nach einer durch Armut und Entbehrungen gezeichneten Kindheit erlebt Gruber die Kriegsjahre als Infanterist und wird während des Rußlandfeldzugs am Arm schwer verletzt. Noch während des Krieges legt Gruber im Wiener Stadion das Versehrtensportabzeichen ab, siegt dabei auf Anhieb über 100m, 400m und 10000m und hinterlässt einen starken Eindruck.

Im Jahr 1946 übersiedelt er in den 2. Bezirk und hat nunmehr die ebenen Praterauen vor seiner "Haustür". Als Autodidakt beginnt Gruber nunmehr systematisch
zu trainieren und lässt sich auch durchzahlreiche Rückschläge nicht beirren. Zähigkeit und eine ihm eigene Kämpfernatur lassen ihn rasch zur österreichischen Langstreckenspitze aufschließen. Zahlreiche Staatsmeistertitel von 3000m-Hindernis bis hin zu den Langstreckenbewerben folgen. Gruber nimmt dreimal am olympischen Marathon (Helsinki 1952, Melbourne 1956, Rom 1960) teil, kann aber aus verschiedensten Gründen (Krankheiten, Probleme mit Impfungen etc.) bei Großveranstaltungen nie sein wahres Potential ausspielen und landet jeweils im geschlagenen Feld. Es folgen zahlreiche Rennen in den USA mit einer ganzen Reihe von Spitzenplazierungen, wobei besonders der Sieg beim Philadelphia-Marathon (2:20:05h (!), 1964) hervorzuheben ist.

Wieder zurück in Österreich, versucht Gruber kurzfristig ins "bürgerliche" Leben einzutreten und übernimmt 1965 eine Trafik. Bald ohne Vertrag der Austria Tabak (Gruber verkauft nur widerwillig Zigaretten und versucht Raucher zu bekehren) fällt er eine zukunftsweisende Entscheidung:
Er beginnt bei einer Sauna im Prater zahlungswillige übergewichtige Wohlstandsmenschen persönlich zu betreuen.

Das Geschäft floriert und so ist es nur mehr ein kleiner Schritt zur Verwirklichung seines Lebenstraums - der Gründung einer eigenen Laufschule.
Im Jänner 1977 schließlich wird der LCC-Wien in seiner heutigen Form gegründet Gründungsmitglieder Walter Schwarzinger (Tyrolia) und Werner Knyz.

Werner Knyz, selbst guter Marathonläufer (PB 2.37h) und vierfacher österreichischer Staatsmeister,erinnert sich: "Dolfi war unglaublich ambitioniert und startete unmittelbar nach der Vereinsgründung eine für österreichische Verhältnisse bislang noch nie dagewesene Veranstaltungsserie. Nahezu jedes Wochenende fanden in der Prater Hauptallee auf einem von ihm erdachten 7km-Rundkurs Rennen von 7km bis hin zur Marathondistanz statt". Aber nicht nur die Laufserie ist neu: auch die legendären Siegerehrungen, garniert mit zahlreichen launigen Einlagen oder aber auch die Ergebnislisten (Mitteilungsblätter mit teilweise kabarettreifem Inhalt betreffend AthletInnen und Verband) sind ein Novum. Finden sich anfangs in Grubers Club routinierte Langstreckenläufer wie beispielsweise Keminger, Kaiser, Sinzinger oder Knyz, so erhält Gruber 1984 die Gelegenheit, erstmals ein Talent ohne jegliche Lauferfahrung zu trainieren.

Rudi Peer anvanciert unter den Anleitungen seines Lehrmeisters binnen kürzester Zeit zum sportlichen Zugpferd des LCC-Wien. Anfangs völlig unsportlich, kann sich der damals bereits
26-jährige Simmeringer kontinuierlich steigern und sich jahrelang in der österreichischen Langstreckenspitze behaupten. Aber nicht ganz zur völligen Zufriedenheit des Altmeisters: dreimal lässt Rudi Peer als Vizestaatsmeister im Marathonlauf die ganz große Titelchance ungenützt, jeweils mit geringem Rückstand. Dennoch sprechen hervorragende Bestzeiten (u.a. Marathon 2:22:50h), unzählige Siege bei den vereinseigenen Veranstaltungen im Prater sowie der sensationelle Sieg beim Stadtmarathon von Lüttich für die gute Trainingsarbeit.

Gemeinsam mit weiteren guten Langstrecklern , u.a. Alfred Stemberger (Marathon 2:28:01h) und Robert Reindl (2:30:03h), konnte der LCC auch mannschaftlich schöne Erfolge erzielen. Unzählige Meistertitel und weitere Neuzugänge (u.a. Gigl, Plechinger) sind die Folge.

Im Laufe der Jahre wird es um den Altmeister, an einer langwierigen Hüftverletzung laborierend, immer stiller und schließlich wird im Jänner 1994 die österreichische Lauflegende Adolf Gruber unter reger Anteilnahme zu Grabe getragen. Den Vorsitz im LCC-Wien übernahm fortan Dr. Peter Pfannl, welcher den Verein im Sinne des Verstorbenen fortzuführen versprach.

Die klassischen Veranstaltungstermine Grubers wurden weitgehend beibehalten, ebenso die mittlerweile als historisch zu bezeichnende 7km-Strecke in der Wiener Hauptallee. Lediglich der Start wurdeverlegt, um den inzwischen immer zahlreicher gewordenen Wettkampfläufern/-innnen bessere Bedingungen zu bieten (LCC-Laufsportzentrum im Ernst-Happel-Stadion).

Streckenmässig verlegt wurde lediglich der Silvesterlauf - und zwar wegen des immer stärkeren Zuspruches - auf den Wiener Ring. Eine weise Entscheidung, denn der int. LCC-Silvesterlauf zählt mittlerweile zu den größten Veranstaltungen Europas.

Im Zuge der Präsidentschaft von Dr. Peter Pfannl entwickelte sich der LCC-Wien weg vom reinen Langstreckenlaufclub hin zu einem Leichtathletikverein, welcher nunmehr auch für AthletInnen anderer Disziplinen interessant wurde: Spitzensprinter wie u.a. Lachkovics, Pöstinger, Rechbauer waren in Österreich jahrelang praktisch unschlagbar; Högler (Speer), Auer (Stabhochsprung)sowie Fjeduschina (Kugel) zeigen die Vereinsambitionen auch im technischen Bereich.

Anmerkung: Wer sich näher für den Sportler und Menschen Adolf Gruber interessiert, dem sei die von Hans Ullmann verfaßte Biographie "Adolf Gruber – Ein Leben für den Laufsport" (Eigenverlag) empfohlen.