Nchste Lufe:
 
10.09.2017 Babenbergerlauf
15.10.2017 Herbstmarathon
19.11.2017 Leopoldilauf
Der LCC-Wien ist sterreichs erfolgreichster Laufverein mit zahlreichen Spitzen- und Hobbysportlern und einer ganz starken Nachwuchsgruppe. Der Verein ist auch Ausrichter zahlreicher LCC-Lufe, wo neben vielen klassischen Praterlufen auch der alljhrliche Silvesterlauf auf der Wiener Ringstrae zhlt. Bisher hat der LCC-Wien ber 500 (!) Veranstaltungen organisiert, wo insgesamt mehr als 250.000 Lufer teilgenommen haben. Das Vereinslokal (LCC-Zentrum) ist im E. Happel Stadion (Sektor C/D). Die dortige Infrastruktur mit Garderoben/Duschen kann von allen Lufern - auch ohne Vereinsmitgliedschaft - als optimaler Ausgangspunkt fr das Training genutzt werden.


Unser Team bei den Veranstaltungen

Lufer organisieren fr Lufer/-innen, so stehen eine ganze Reihe ehemaliger Wettkampflufer fr Sie im Einsatz. und das gesamte engagierte Team des LCC Wien kmmert sich um eine erfolgreiche Abwicklung der Veranstaltungen

Zeitnehmung und Auswertung durch http://www.pentek-timing.at/

Lauftreff
Michi Denk ( Bestzeit Marathon 2.39) Mag.Maria Hermann (erfolgreiche Ultra-Langstreckenluferin)

Der LCC-Wien: ein Verein mit Tradition!

Die Geschichte des LCC (Lauf- und ConditionsClub Wien) ist untrennbar mit der unvergessenen Lauflegende Adolf "Dolfi" Gruber verbunden. 1977 aus der Taufe gehoben, konnte der Verein in der bisherigen Zeitspanne seines Bestehens unzhligen Laufenthusiasten Freude an der Bewegung und Verbesserung der Leistungsfhigkeit vermitteln - im aktiven leistungssportlichen Bereich stehen mittlerweile zahlreiche Staatsmeistertitel sowie eine ganze Reihe von Achtungserfolgen auf hchster Ebene (Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften) zu Buche.


Adolf Gruber wird 1920 als eines von sieben Kindern in Wien-Stammersdorf geboren. Nach einer durch Armut und Entbehrungen gezeichneten Kindheit erlebt Gruber die Kriegsjahre als Infanterist und wird whrend des Rulandfeldzugs am Arm schwer verletzt. Noch whrend des Krieges legt Gruber im Wiener Stadion das Versehrtensportabzeichen ab, siegt dabei auf Anhieb ber 100m, 400m und 10000m und hinterlsst einen starken Eindruck.

Im Jahr 1946 bersiedelt er in den 2. Bezirk und hat nunmehr die ebenen Praterauen vor seiner "Haustr". Als Autodidakt beginnt Gruber nunmehr systematisch
zu trainieren und lsst sich auch durchzahlreiche Rckschlge nicht beirren. Zhigkeit und eine ihm eigene Kmpfernatur lassen ihn rasch zur sterreichischen Langstreckenspitze aufschlieen. Zahlreiche Staatsmeistertitel von 3000m-Hindernis bis hin zu den Langstreckenbewerben folgen. Gruber nimmt dreimal am olympischen Marathon (Helsinki 1952, Melbourne 1956, Rom 1960) teil, kann aber aus verschiedensten Grnden (Krankheiten, Probleme mit Impfungen etc.) bei Groveranstaltungen nie sein wahres Potential ausspielen und landet jeweils im geschlagenen Feld. Es folgen zahlreiche Rennen in den USA mit einer ganzen Reihe von Spitzenplazierungen, wobei besonders der Sieg beim Philadelphia-Marathon (2:20:05h (!), 1964) hervorzuheben ist.

Wieder zurck in sterreich, versucht Gruber kurzfristig ins "brgerliche" Leben einzutreten und bernimmt 1965 eine Trafik. Bald ohne Vertrag der Austria Tabak (Gruber verkauft nur widerwillig Zigaretten und versucht Raucher zu bekehren) fllt er eine zukunftsweisende Entscheidung:
Er beginnt bei einer Sauna im Prater zahlungswillige bergewichtige Wohlstandsmenschen persnlich zu betreuen.

Das Geschft floriert und so ist es nur mehr ein kleiner Schritt zur Verwirklichung seines Lebenstraums - der Grndung einer eigenen Laufschule.
Im Jnner 1977 schlielich wird der LCC-Wien in seiner heutigen Form gegrndet Grndungsmitglieder Walter Schwarzinger (Tyrolia) und Werner Knyz.

Werner Knyz, selbst guter Marathonlufer (PB 2.37h) und vierfacher sterreichischer Staatsmeister,erinnert sich: "Dolfi war unglaublich ambitioniert und startete unmittelbar nach der Vereinsgrndung eine fr sterreichische Verhltnisse bislang noch nie dagewesene Veranstaltungsserie. Nahezu jedes Wochenende fanden in der Prater Hauptallee auf einem von ihm erdachten 7km-Rundkurs Rennen von 7km bis hin zur Marathondistanz statt". Aber nicht nur die Laufserie ist neu: auch die legendren Siegerehrungen, garniert mit zahlreichen launigen Einlagen oder aber auch die Ergebnislisten (Mitteilungsbltter mit teilweise kabarettreifem Inhalt betreffend AthletInnen und Verband) sind ein Novum. Finden sich anfangs in Grubers Club routinierte Langstreckenlufer wie beispielsweise Keminger, Kaiser, Sinzinger oder Knyz, so erhlt Gruber 1984 die Gelegenheit, erstmals ein Talent ohne jegliche Lauferfahrung zu trainieren.

Rudi Peer anvanciert unter den Anleitungen seines Lehrmeisters binnen krzester Zeit zum sportlichen Zugpferd des LCC-Wien. Anfangs vllig unsportlich, kann sich der damals bereits
26-jhrige Simmeringer kontinuierlich steigern und sich jahrelang in der sterreichischen Langstreckenspitze behaupten. Aber nicht ganz zur vlligen Zufriedenheit des Altmeisters: dreimal lsst Rudi Peer als Vizestaatsmeister im Marathonlauf die ganz groe Titelchance ungentzt, jeweils mit geringem Rckstand. Dennoch sprechen hervorragende Bestzeiten (u.a. Marathon 2:22:50h), unzhlige Siege bei den vereinseigenen Veranstaltungen im Prater sowie der sensationelle Sieg beim Stadtmarathon von Lttich fr die gute Trainingsarbeit.

Gemeinsam mit weiteren guten Langstrecklern , u.a. Alfred Stemberger (Marathon 2:28:01h) und Robert Reindl (2:30:03h), konnte der LCC auch mannschaftlich schne Erfolge erzielen. Unzhlige Meistertitel und weitere Neuzugnge (u.a. Gigl, Plechinger) sind die Folge.

Im Laufe der Jahre wird es um den Altmeister, an einer langwierigen Hftverletzung laborierend, immer stiller und schlielich wird im Jnner 1994 die sterreichische Lauflegende Adolf Gruber unter reger Anteilnahme zu Grabe getragen. Den Vorsitz im LCC-Wien bernahm fortan Dr. Peter Pfannl, welcher den Verein im Sinne des Verstorbenen fortzufhren versprach.

Die klassischen Veranstaltungstermine Grubers wurden weitgehend beibehalten, ebenso die mittlerweile als historisch zu bezeichnende 7km-Strecke in der Wiener Hauptallee. Lediglich der Start wurdeverlegt, um den inzwischen immer zahlreicher gewordenen Wettkampflufern/-innnen bessere Bedingungen zu bieten (LCC-Laufsportzentrum im Ernst-Happel-Stadion).

Streckenmssig verlegt wurde lediglich der Silvesterlauf - und zwar wegen des immer strkeren Zuspruches - auf den Wiener Ring. Eine weise Entscheidung, denn der int. LCC-Silvesterlauf zhlt mittlerweile zu den grten Veranstaltungen Europas.

Im Zuge der Prsidentschaft von Dr. Peter Pfannl entwickelte sich der LCC-Wien weg vom reinen Langstreckenlaufclub hin zu einem Leichtathletikverein, welcher nunmehr auch fr AthletInnen anderer Disziplinen interessant wurde: Spitzensprinter wie u.a. Lachkovics, Pstinger, Rechbauer waren in sterreich jahrelang praktisch unschlagbar; Hgler (Speer), Auer (Stabhochsprung)sowie Fjeduschina (Kugel) zeigen die Vereinsambitionen auch im technischen Bereich.

Anmerkung: Wer sich nher fr den Sportler und Menschen Adolf Gruber interessiert, dem sei die von Hans Ullmann verfate Biographie "Adolf Gruber Ein Leben fr den Laufsport" (Eigenverlag) empfohlen.